GRUNDSATZERKLÄRUNG der Texline International GmbH
Wir sind anspruchsvoll! Wir möchten Produkte liefern, die lange nutzbar, qualitativ hochwertig sind und mit gutem Gewissen gefertigt wurden.
Uns ist bewusst, dass es uns als Unternehmen nicht möglich ist, gänzlich nachhaltig zu agieren, da wir Textilien in Umlauf bringen, die unweigerlich mit sozialen und ökologischen Auswirkungen verbunden ist. Für Nachhaltigkeit bei Textilien geht es vor allem darum, dass man seinen Prinzipien und seiner Überzeugung treu bleibt. Alle Mitarbeiter - auch die unserer Lieferanten -, Lebewesen und unsere Umwelt sollen mit der gleichen Achtung behandelt werden, die wir für uns selbst erwarten und die sie verdienen. Es geht um die Erhaltung unserer unmittelbaren Umgebung und den Umgang mit ihr in einer Weise, die dafür sorgt, dass sie auch für kommende Generationen weiter Bestand hat.
In diesem Wissen versuchen wir, unserer unternehmerischen Verantwortung nachzukommen und Schritt für Schritt noch nachhaltiger zu werden. Uns ist bewusst, dass wir die Stärkung von Menschenrechten und fairen Arbeitsbedingungen sowie die Reduktion von Umweltauswirkungen in der Textilindustrie nicht allein erreichen können. Deshalb erwarten wir sowohl von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch von unseren Partnerinnen und Partnern auf allen Geschäftsebenen, ihre Handlungen nachhaltig zu gestalten und stetig zu verbessern. Dabei stehen unsere Anforderungen im Einklang mit den nachfolgenden internationalen Prinzipien und Richtlinien sowie nationalen Vorschriften:
• Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN)
• ILO-Kernarbeitsnormen
• UN-Kinderrechtskonvention
• OECD Leitfaden für Textilindustrie
• Geschlechterspezifische Dimension der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
• Verhaltenskodex der Business Social Compliance Initiative (BSCI)
• Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesrepublik Deutschland
Wir setzen uns besonders dafür ein, Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen Umweltstandards in unserem eigenen Geschäftsbereich sowie in unserer Lieferkette vorzubeugen, Menschenrechte zu stärken und Abhilfe zu leisten, wenn es zu Verstößen kommt. Unsere unternehmerische Verantwortung und unser Handeln richten sich nach den Kernelementen des Sorgfaltspflichtenprozesses der OECD:

Der Priorisierung liegen die Einschätzungen der OECD in Bezug auf Sektor spezifische Risiken der Textilindustrie zugrunde. Für die Risikoanalyse berücksichtigen wir die Perspektiven unterschiedlicher Stakeholder und legen einen besonderen Fokus auf vulnerable Gruppen wie Frauen und Kinder. Die Texline International GmbH bekennt sich zur Chancengleichheit und lehnt jede Form von Diskriminierung oder Belästigung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Nationalität, sozialer Herkunft, Religion, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung und Identität oder weiterer gesetzlich geschützter Merkmale ab. Mit unserer jährlichen Risikoanalyse erfassen wir besonders hohe Risiken, die in den einzelnen Produktionsländern bestehen können:
• Arbeitszeit/Überstunden
• fehlende existenzsichernde Löhne
• Nichteinhaltung von Mindestlohngesetzen
• Vereinigungsfreiheit, Kollektivverhandlungen
• Kinderarbeit
• Zwangsarbeit
• Diskriminierung von Minderheiten, geschlechtsspezifische Gewalt
• Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
• Korruption, Bestechung
• Chemikalienmanagement u.a. nach ZDHC
• Wasserverschmutzung, Wasserverbrauch
• Treibhausgasemissionen
• Tierwohl
Hierzu gehört unter anderem das regelmäßige Identifizieren und Evaluieren von menschenrechts- und umweltbezogenen Risiken entlang unserer gesamten Lieferkette in Zusammenhang mit unseren Produkten, unserem Geschäftsmodell und unseren Einkaufsentscheidungen. In unserer Risikoanalyse haben wir insbesondere in Pakistan Risiken bzgl. Diskriminierung, Vereinigungsfreiheit, existenzsichernden Löhnen, Korruption und den Einfluss der Regierung priorisiert.
Intern haben wir Einkaufsrichtlinien verabschiedet, die insbesondere auf nachhaltiges und umweltgerechtes Handeln setzen. So werden z.B. Lieferanten außerhalb der EU nur in unser Portfolio aufgenommen, wenn sie entsprechende Zertifikate wie GOTS, GRS, BSCI oder WRAP nachweisen können und unseren Code of Conduct unterzeichnen. Wir fordern unter anderem entsprechenden Berichte aus den Produktionen an, um uns der Probleme dort bewusst zu werden. Wir überprüfen dahingehend regelmäßig unsere Geschäftstätigkeiten und -beziehungen und analysieren potentielle Risiken und Verstöße, um anschließend entsprechende Maßnahmen zu formulieren. Dazu gehören unter anderem die jährliche Überprüfung der Zertifikate unserer Produzenten und Besuche vor Ort.
Damit versuchen wir schwerwiegende Auswirkungen auf vulnerable Interessengruppen abzustellen oder zumindest zu reduzieren.
Sollte es zu Beschwerden in Betrieben kommen, die für uns Textilien herstellen, können sich Mitarbeiter per Mail oder telefonisch direkt an uns wenden. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Website.
Dabei liegen folgenden Grundsätze unserem Handeln zugrunde:
- Wesentliche Bestandteile unseres unternehmerischen Handelns sind Faire Arbeitsbedingungen und geringstmögliche Umweltauswirkungen.
- Wir steigern kontinuierlich den Anteil an nachhaltigen Materialien wie z.B. organische Baumwolle und recyceltes Polyester.
- Wir arbeiten ausschließlich mit Lieferanten zusammen, die unseren Code of Conduct teilen und unterzeichnen.
- Sämtliche Akteure werden regelmäßig auf die Einhaltung unserer sozialen und ökologischen Kriterien überprüft und zu weiterführende Maßnahmen ermuntert.
- Wir mildern identifizierte Risiken in unserer Lieferkette mithilfe von Lieferantengesprächen und der entsprechenden Ausrichtung unserer Einkaufspraktiken.
- Wir setzen uns für die Zahlung existenzsichernder Löhne in unserer Lieferkette ein und beteiligen uns an Brancheninitiativen, die den sozialen Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Fertigungsländern fördern.
- Wir erlangen sukzessive Kenntnis über sämtliche an der Herstellung unserer Produkte beteiligten Akteure mit dem Ziel, jedes Einzelteil bis zum Rohstoffproduzenten nachvollziehen zu können.
- Wir ergreifen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in unserem Unternehmen und verfolgen das Ziel der Klimaneutralität.
- Wir unterstützen wirksame Beschwerdemöglichkeiten für Beschäftigte in unserer Lieferkette und verschaffen Zugang zu Abhilfe.
- Wir berichten transparent und öffentlich über Fortschritte und Maßnahmen unseres Nachhaltigkeitsengagements.
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Saadat Ali
Geschäftsführende Gesellschafter Texline International GmbH
